INTERLIS Extension für Visual Studio Code - die IDE für INTERLIS-Modellierer:innen
Eine INTERLIS-Extension für VS Code - war da nicht schon was? Ja, unsere Extension ist nun nicht mehr ganz neu und wohl den meisten Leser:innen dieses Blogs bereits bekannt. Bereits 2023 haben wir den ersten Release publiziert und darüber berichtet.
Release der Version 1.0
Neu ist die Reife, die unsere VS Code Extension mittlerweile erreicht hat. Der hauseigene C#-INTERLIS-Compiler hat während der letzten Wochen ordentlich Muskeln aufgebaut und ermöglicht damit nun Komfort- und Effizienzfeatures, die wir aus modernen Entwicklungsumgebungen kennen und in deren Genuss man bislang als INTERLIS-Modellentwickler:in noch nicht gekommen ist. Grund genug für uns, das Prototypenstadium nun für beendet zu erklären: Seit 29.09.2026 ist die Version 1.0 verfügbar.
Neues interaktives UML-Diagramm
Die vielleicht wichtigste Neuerung betrifft das Feature zur automatisierten UML-Klassendiagramm aus dem INTERLIS-Modell. Das bisher verwendete statische Mermaid-Klassendiagramm ist einem interaktiven Graphen gewichen, was ganz neue Möglichkeiten eröffnet, zum Beispiel:
Boxen und Pfeile verschieben.
Auf eine Box oder Assoziation klicken und direkt zur Definition springen.
Domains, Constraints, Views und importierte Modelle über einen Filterbaum ein- und ausblenden.
Mit Reset Layout und Settle das Layout neu anordnen.
Wie gewohnt lassen sich die Diagramme auch zur weiteren Verwendung als SVG exportieren.
Dokumentation auf Knopfdruck dank Markdown
Objektkataloge von Hand erstellen war vorgestern. Mit nur einem Klick wird aus dem INTERLIS-Modell automatisch ein Objektkatalog im Markdown-Format erzeugt. Auch die Sprache der Tabellenüberschriften lässt sich anpassen.
Fehler direkt bei der Eingabe erkennen
Syntaxfehler, ungelöste Referenzen, ungültige Pfade und Typfehler erscheinen direkt im Editor. Die “Problems”-Ansicht in Visual Studio Code erkennt und trackt alle Fehler. So werden Tipp- und Logikfehler beim Modellieren schnell behoben und nicht erst nach einem manuell gestarteten Compilerlauf sichtbar. Dieses Feature ist schon älter, aber bleibt ein Eckpfeiler für den Komfort- und Effizienzgewinn bei der Modellentwicklung.
Auch Modelle in Entwicklung “sehen” sich nun gegenseitig
Neu ist hingegen, dass Imports zuerst gegen geöffnete Dokumente und *.ili-Dateien im offenen Workspace und erst danach gegen die Modell-Repositories aufgelöst werden. So könnt ihr ein Basismodell und ein abhängiges Modell parallel entwickeln, ohne eines davon zuerst publizieren zu müssen.
Refactoring über den ganzen Workspace
Und noch ein Highlight zum Schluss: Symbol umbenennen (Taste F2) benennt ein Element samt allen Verwendungen um, inklusive EXTENDED-Redefinitionen und impliziten View-Basisnamen - und live in der Diagrammansicht mitverfolgen könnt ihr es auch gleich!
Jetzt ausprobieren!
Die Extension ist frei nutzbar und Open Source (MIT-Lizenz) und über den Visual Studio Marketplace verfügbar.
Eure Wünsche und Bug-Reports nehmen wir wie gewohnt gerne als Issue auf GitHub entgegen.

